Julia Moretti – Barockoboe
Florian Hasenburger – Barockvioline
Wolfram Fortin – Barockviola
Rainer Johannsen – Barockfagott
Lorenzo Abate – Theorbe & Barockgitarre
Charlie Fischer – Perkussion

Tobias Moretti – Rezitation

Julia Moretti studierte moderne Oboe in Innsbruck und Barockoboe in Straßburg (bei Katharina Arfken) und Mailand (bei Paolo Grazzi). Sie war zehn Jahre lang Mitglied des Symphonieorchesters Vorarlberg und hat mit zahlreichen renommierten Barockensembles, wie etwa Il Giardino Armonico, Europa Galante, dem Ensemble Zefiro, dem Freiburger Barockorchester und der Wiener Akademie gespielt, u.a. im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, im Teatro San Carlo Napoli, bei den Schwetzinger Festspielen, beim Barockfest Münster und bei den Bregenzer Festspielen. 2003 gründete sie mit Ilia Korol das Kammerorchester moderntimes_1800, das beide Musiker bis 2011 gemeinsam leiteten. Mit moderntimes_1800 konzertierte sie u.a. bei der Eröffnung der Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, den Innsbrucker Festwochen, der Ruhr Triennale, im Mozarteum Salzburg, am Theater an der Wien, in Spanien und Frankreich. Zu ihren CD-Einspielungen zählt u.a. eine Aufnahme von Mozarts Oboenquartett, das zu den technisch anspruchsvollsten Werken für klassische Oboe zählt, auf Originalinstrumenten. Die CD „Sinfonias of the Enlightenment“ wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet. Julia Moretti leitete im Rahmen des Universitätslehrgangs Alte Musik am Mozarteum Innsbruck die Klasse für Barockoboe und Klassische Oboe. Sie konzertiert regelmäßig mit diversen Ensembles.

Der gebürtige Grazer Florian Hasenburger wuchs in Kumberg auf und lebt heute in Wien. Er hat umso mehr Freude an der Musik, je abwechslungsreicher und bunter sein Betätigungsfeld ist. Also spielt er sowohl Geige als auch Bratsche, Solo, Kammermusik und Orchester, Musik vom Frühbarock bis zur Gegenwart auf historischen und modernen Instrumenten, unterrichtet und gibt Erwachsenen- wie auch Kinderkonzerte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kammermusik: Mit Partnern wie David Drabek, Thomas Fheodoroff, Fritz Kircher, Manfredo Kraemer, Maria Kubizek, Thomas Selditz, Matthias Bartolomey, Rudolf Leopold, Bruno Weinmeister, Richard Lester und Michael Oman trat Florian Hasenburger unter anderem im Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Wigmore Hall London und bei Festivals wie Styriarte oder Carinthischer Sommer auf. Als Mitglied oder Gastmusiker der auf alte bzw. neue Musik spezialisierten Ensembles Austrian Baroque Company, Bach Consort Wien, Concentus Musicus, moderntimes_1800, Ensemble Prisma, Wiener Akademie, Ensemble Wiener Collage und Klangforum Wien führten ihn Konzertreisen durch Europa, Südamerika, Nordamerika und Asien. Es ist ihm wichtig, dass Musik die Menschen möglichst spontan anspricht, berührt und ihnen Freude und auch Spaß macht. Besonders am Herzen liegt es ihm, mit originellen und lebendigen Konzerten Menschen zu erreichen, die sich sonst nicht mit klassischer Musik beschäftigen würden. Deshalb hat er die Projekte „Die Eulenspiegelei“ und „Till erzählt“ entwickelt – bei denen er mit seinen Kollegen vom Ensemble „HörSchauSpiel“ Geschichten erzählend, schauspielend und musizierend das Publikum zum Zuhören und Lachen bringt – und nun MOMENT MUSIK gegründet. Auf seinen modernen Instrumenten spielt er Saiten der Firma Thomastik-Infeld.

Wolfram Fortin ist gebürtiger Grazer, lebt in Wien und ist als freischaffender Musiker vor allem im Bereich der historischen Aufführungspraxis und als Kammermusiker international gefragt.
Er ist Stimmführer in der Wiener Akademie unter Martin Haselböck, ebenso im Ensemble moderntimes_1800, Ars Antiqua Austria (Gunar Letzbor), l´Orfeo Barockorchester, Collegium Wartberg, Freitagsakademie Bern, la stagione Frankfurt und anderen. Als Solist trat er unter anderem mit moderntimes_1800 unter René Jacobs, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Savaria Symphonieorchester in Erscheinung. Als Kammermusiker schätzt er sich glücklich mit Musikern wie Pekka Kuusito, Sergey Malov, Angelika Kirchschlager, Ilja Korol, Dmitri Sinkovski, Luca Pianca, Martin Lovett und dem Haydn Quartett musizieren zu dürfen. Konzertreisen führen ihn zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, Innsbrucker Festwochen, der Ruhrtriennale, OCM Prussia Cove, La Chaise Dieu, zum Al Bustan Festival im Libanon, zum Cervantesfestival in Mexiko, nach Japan, China und Lateinamerika. Bei einem Opernprojekt (Così fan tutte), einer Zusammenarbeit der Wiener Akademie und der Universität für Musik Wien, betreute er die Bratschen, um Studierenden die Möglichkeit zu geben, sich in der Praxis mit historischer Aufführungspraxis und Spieltechnik vertraut zu machen. Seit 2010 unterrichtet Wolfram Fortin Bratsche und Kammermusik am Zentrum für Musikvermittlung Wien 14.

Rainer Johannsen studierte zunächst Blockflöte bei Jèrome Minis in Maastricht und Walter van Hauwe in Amsterdam. Abschlüsse Doceerend Musicus und Uitvoerend Musicus ( Lehrdiplom und Solistendiplom). Anschließend studierte er historische Fagotte bei Michael McCraw in Köln und bei Lorenzo Alpert am Conservatorium in Genf. 1994 – 1995 war er Stipendiat der Landesstiftung Villa Musica in Mainz. Er arbeitet als freischaffender Musiker und war von 1996 bis zu deren Auflösung 2006 Solofagottist bei Musica Antiqua Köln (Ltg. Reinhard Goebel). Er spielt sowohl Blockflöte als auch Fagott in zahlreichen renommierten Ensembles und Orchestern. U.a. La Petite Bande (Ltg. Sigiswald Kuijken) Al Ayre Espanol, Amsterdam Baroque Orchestra (Ltg. Ton Koopman) The Bach Ensemble (Joshua Rifkin), Concerto Köln, Capriccio Barockorchester in Basel, Wiener Akademie und andere. Konzertreisen führten ihn in alle europäischen Länder, nach Nord- und Mittelamerika, und mehrfach nach Asien. Konzerte bei den Salzburger Festspielen, in Carnegie Hall und Lincolncenter New York, Los Angeles Philhamonie, Berliner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Garnier Oper in Paris, Tchaikovsky Concert Hall Moskau, Suntory Hall Tokyo, Palacio de Bellas Artes Mexico City, Philharmonien in Pjönjang und Seoul, Tonhalle Zürich, Musikverein Wien, Schloss Versailles und vielen anderen schönen Sälen. 2016 Fagottrecital beim internationalen Fagottsymposium in Kloster Michaelstein. Er wirkte bei zahlreichen Rundfunk-, CD- Fernseh- und Filmproduktionen mit. Rainer Johannsen gibt Meisterkurse an der freien Universität (UNAM) von Mexico-City (dort vor allem Blockflöte und Kammermusik) bei der Austria Barock Akademie und bei den Festwochen Alter Musik in Innsbruck. Coaching und Unterricht für historische Aufführungspraxis am Stadttheater Aachen, seit 2018 an der Musikschule St. Gallen als Blockflötendozent.

Lorenzo Abate wurde 1994 in Pordenone geboren und gehört zur neuen Generation italienischer Lautenisten. Im Jahr 2017 erwarb er einen Bachelor-Abschluss in Historischer Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik und Theater in München unter Anleitung der Lehrerin Evangelina Mascardi. Er vertiefte sein Studium durch die Teilnahme an verschiedenen Masterclasses bei Rolf Lislevand, Eduardo Eguez und Hopkinson Smith. Ab 2014 begann er seine konzertante Tätigkeit als Solist und Continuospieler bei Svapinga Consort, Le Ninfe di Meno, Ensemble Barbarino, Il Canzoniere, Orchestra La Ciaccona, Ensemble Elyma (Gabrièl Garrido), Accademia La Chimera und Munich Baroque. Außerdem nahm er eine CD mit Musik von der „Selva Morale e spirituale“ von Monteverdi mit dem Münchner Ensemble Vokalkapelle auf. Derzeit studiert Lorenzo Abate an der Zürcher Hochschule der Künste (ZhdK) unter der Leitung von Maestro Eduardo Eguez. Fuer die ZHdK hat er im Jahr 2018 ein Projekt geleitet, das auf Madrigalen von Monteverdi basierte.

Der in St. Johann i. Tirol geborene Charlie Fischer ist als freischaffender Schlagzeuger und Pauker tätig, wobei er wie kaum ein anderer Musiker die gesamte stilistische Bandbreite von der Barockmusik über die Klassik bis hin zu verschiedenen zeitgenössischen Strömungen abdeckt. In allen diesen Bereichen konzertiert er weltweit mit den renommiertesten Ensembles des jeweiligen Stiles: Concentus Musicus Wien, Europa Galante, I Barocchisti, Budapest Festival Orchestra, Münchner Kammerorchester, Chamber Orchestra of Europe, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und vielen anderen. Mitglied der Camerata Salzburg und des Freiburger Barockorchesters. Seit vielen Jahren widmet er sich neben dem Jazz auch der sogenannten experimentellen und improvisierten Musik. Zusammenarbeit mit Künstlerkollegen wie Haimo Wisser, Burkhard Stangl, Franz Koglmann, Ernesto Molinari, Florian Bramböck, Randy Brecker, Barry Guy, Gunther Schneider, Radu Malfatti. 2017 spielte er als Jazzdrummer eine John Coltrane memorial tour mit dem Leszek Zadlo Quartet. Vom Land Tirol wurde er mit dem Emil Berlanda Preis ausgezeichnet. Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Bernard Haitink, Sir Roger Norrington, Sir Simon Rattle, Sandor Vegh, Cecilia Bartoli, Andras Schiff, Lang Lang, Trilok Gurtu, Mitsuko Uchida, Leonidas Kavakos u.v.a. Mitwirkung bei weit über 100 CD- Einspielungen, unzählige Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen.

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IM KONZERT ZU HÖREN:

SONNTAG, 25. AUGUST 2019, 17.00 UHR

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