Archiv: 2022

Florian Hasenburger – Violine
David Drabek – Violine
Wolfram Fortin – Viola
Philipp Comploi – Violoncello
Ursina Maria Braun – Violoncello

Das Kainberg Quartett widmet sich hauptsächlich dem Streichquartett-Repertoire der Wiener Klassik und Romantik auf historischen Instrumenten: Seit seiner Gründung im Jahr 2018 wurden Werke von Bach bis Mendelssohn, unter anderem Schuberts gesamtes kammermusikalisches Spätwerk, zur Aufführung gebracht. Die vier Musiker sind auch in verschiedenen anderen Kammermusikformationen und als führende Mitglieder von Wiener Akademie, Bach Consort Wien, Ensemble Prisma und La Folia Barockorchester von Südamerika bis Japan unzählige Male miteinander auf der Bühne gestanden – und auch abseits der Bühne gute Freunde…

Florian Hasenburger

Der gebürtige Grazer Florian Hasenburger wuchs in Kumberg auf und lebt heute nahe Wien. Er hat umso mehr Freude an der Musik, je abwechslungsreicher und bunter sein Betätigungsfeld ist. Also spielt er sowohl Geige als auch Bratsche, Solo, Kammermusik und Orchester, Musik vom Frühbarock bis zur Gegenwart auf historischen und modernen Instrumenten, unterrichtet und gibt Erwachsenen- wie auch Kinderkonzerte.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Kammermusik: Mit Partnern wie David Drabek, Thomas Fheodoroff, Fritz Kircher, Manfredo Kraemer, Maria Kubizek, Firmian Lermer, Thomas Selditz, Matthias Bartolomey, Rudolf Leopold, Richard Lester, Christophe Pantillon, Bruno Weinmeister und Michael Oman trat Florian Hasenburger unter anderem im Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Wigmore Hall London und bei Festivals wie Styriarte oder Carinthischer Sommer auf.

Als Mitglied oder Gastmusiker der auf alte bzw. neue Musik spezialisierten Ensembles Austrian Baroque Company, Bach Consort Wien, Concentus Musicus, moderntimes_1800, Ensemble Prisma, Wiener Akademie, Ensemble Wiener Collage und Klangforum Wien führten ihn Konzertreisen durch Europa, Südamerika, Nordamerika und Asien.

Es ist ihm wichtig, dass Musik die Menschen möglichst spontan anspricht, berührt und ihnen Freude und auch Spaß macht. Besonders am Herzen liegt es ihm, mit originellen und lebendigen Konzerten Menschen zu erreichen, die sich sonst nicht mit klassischer Musik beschäftigen würden. Deshalb hat er die Projekte „Die Eulenspiegelei“ und „Till erzählt“ entwickelt – bei denen er mit seinen Kollegen vom Ensemble „HörSchauSpiel“ Geschichten erzählend, schauspielend und musizierend das Publikum zum Zuhören und Lachen bringt – und 2018 MOMENT MUSIK gegründet.

Ab Oktober 2022 unterrichtet Florian Hasenburger als Senior Lecturer für Kammermusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

David Drabek

Für David Drabek steht die immer lebendige Beschäftigung mit Musik im Vordergrund seines professionellen Tuns als Geiger. Sein inneres Wachstum als Künstler und Mensch und die tiefe Berührung des Publikums durch die Musik sind seine zentralen Ziele. Seine Leidenschaft gilt der Alten Musik.

David Drabek ist Konzertmeister der Wiener Akademie und des in Vorarlberg beheimateten Ensembles Concerto Stella Matutina. Darüber hinaus gehört der aus der Schweiz stammende Violinist zur Stammbesetzung der Freitagsakademie Bern, des Wiener Kammerensembles Prisma, der Austrian Baroque Company und des Bach Consort Wien. Er ist Mitglied des Concentus Musicus Wien und wirkt gelegentlich im Balthasar-Neumann-Ensemble mit.

David Drabek gastierte als Konzertmeister beim Kammerorchester Basel und bei Helsinki Barock. Als Gründungsmitglied des auf Alte Musik fokussierten Ensemble Delirio hat er einige beachtenswerte CDs veröffentlicht.

Wesentliche künstlerische Impulse verdankt er seiner Professorin Maria Kikel am Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch, Prof. Thomas Brandis an der Musikhochschule Lübeck und Prof. Gerhard Schulz wie Prof. Ernst Kovacic an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

David Drabek hat sich in Kammermusikkursen beim Alban Berg Quartett, Amadeus Quartett, Bartók Quartett, Borodin Quartett und beim Hagen Quartett fortgebildet. Eine wesentliche kammermusikalische Prägung verdankt er György Sebok, Ferenc Rados und György Kurtag.

David Drabek war Dozent im Rahmen eines Lehrauftrags 2015 und 2016 an der Musikuniversität Wien. Seit 2014 unterrichtet er im Zentrum für Musikvermittlung 14. Seine Erfahrung gibt er auch im Rahmen von Meisterkursen weiter.

WOLFRAM FORTIN

Wolfram Fortin ist gebürtiger Grazer, lebt in Wien und ist als freischaffender Musiker vor allem im Bereich der historischen Aufführungspraxis und als Kammermusiker international gefragt.

Er ist Stimmführer in der Wiener Akademie unter Martin Haselböck, ebenso im Ensemble moderntimes_1800, Ars Antiqua Austria (Gunar Letzbor), l´Orfeo Barockorchester, Collegium Wartberg, Freitagsakademie Bern, la stagione Frankfurt und anderen. Als Solist trat er unter anderem mit moderntimes_1800 unter René Jacobs, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Savaria Symphonieorchester in Erscheinung. Als Kammermusiker schätzt er sich glücklich, mit Musikern wie Pekka Kuusito, Sergey Malov, Angelika Kirchschlager, Ilia Korol, Dmitri Sinkovski, Luca Pianca, Martin Lovett und dem Haydn Quartett musizieren zu dürfen.

Konzertreisen führen ihn zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, Innsbrucker Festwochen, der Ruhrtriennale, OCM Prussia Cove, La Chaise Dieu, zum Al Bustan Festival im Libanon, zum Cervantesfestival in Mexiko, nach Japan, China und Lateinamerika.

Bei einem Opernprojekt (Così fan tutte), einer Zusammenarbeit der Wiener Akademie und der Universität für Musik Wien, betreute er die Bratschen, um Studierenden die Möglichkeit zu geben, sich in der Praxis mit historischer Aufführungspraxis und Spieltechnik vertraut zu machen. Seit 2010 unterrichtet Wolfram Fortin Bratsche und Kammermusik am Zentrum für Musikvermittlung Wien 14. 2020 wurde er als Dozent ans AMP Vienna berufen. 

PHILIPP COMPLOI

Philipp Comploi wuchs in Salzburg und Südtirol auf. Im Alter von 7 Jahren wünschte er sich ein Cello, bekam auch eines und ist seit damals nur in Ausnahmefällen ohne Instrument gesichtet worden.

Heute ist er gefragter Solocellist (u.a. beim La Folia Barockorchester und dem Orchester Wiener Akademie) und Kammermusiker in fixen Ensembles wie dem Trio Alba, dem Quadriga Consort und dem Ensemble Delirio. Konzertauftritte mit diesen Ensembles führen ihn um die ganze Welt und zu bedeutenden Festivals und Konzerthäusern wie u.a. Wiener Musikverein und Konzerthaus, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Schleswig-Holstein Festival, Teatro Gran Rex in Buenos Aires und National Center of Performing Arts Peking.

Philipp Comploi hat seinen Fokus neben dem modernen Cello vor allem auf das Barockcello sowie historische Instrumente gelegt, neben dem Cello sind aber auch das Klavier und die Orgel stets in sein musikalisches Schaffen eingebunden. Künstlerische Impulse gewann er auch durch die Zusammenarbeit mit Thomas Hengelbrock, Reinhard Göbel, Martin Haselböck, Andreas Lindenbaum, Martin Hornstein und Christophe Coin.

Philipp Comploi spielte zahlreiche Aufnahmen für die Deutsche Harmonia Mundi (SONY Classical), MDG (Musikproduktion Dabringhaus & Grimm), Carpe Diem und Capriccio ein.

URSINA MARIA BRAUN

Ursina Maria Braun – Cellistin und Komponistin – ist vielseitig und kreativ unterwegs: Auf dem modernen wie dem Barockcello, als Solistin, als Kammermusikerin, im Orchester sowie als Komponistin. Sie zeichnet sich als ausdrucksstarke, historisch informierte und eigenständige Musikerin aus; letzteres gilt insbesondere auch für ihre kompositorische Tätigkeit.

Zu Ursina Maria Brauns KammermusikpartnerInnen und MitmusikerInnen gehören u.a. Lorenza Borrani, Kit Armstrong, Alexander Lonquich, Denes Varjon, Florian Birsak, Alfredo Bernardini und Reinhard Goebel, mit denen sie u.a. im Teatro della Pergola in Florenz, der Wigmore Hall in London, der Grazer Styriarte, den Suoni delle Dolomiti und den Thüringer und Ansbacher Bachwochen auftritt.

Ursina Maria Braun spielt regelmässig beim Concentus Musicus Wien sowie als gelegentliche Zuzügerin im Chamber Orchestra of Europe und im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Ihr Herzensanliegen ist das Projekt Spira Mirabilis mit dem sie – als inspirierende Stimmführerin und Kammermusikerin – an prominenten Konzertorten konzertiert (u.a. Scala Milano, Queen Elizabeth Hall London, Aldeburgh-Festival, Paris).

Ihr Studium begann Ursina Maria Braun bei Thomas Grossenbacher in Zürich, setzte es bei Clemens Hagen und Heinrich Schiff in Salzburg und Wien fort, um nach dessen Tod bei ihrem früheren Lehrer Clemens Hagen abzuschliessen. Bei Reinhard Goebel bildet sich Ursina Maria Braun im Bereich der Historischen Aufführungspraxis weiter.

Nachdem Ursina Maria Braun für ihre Kompositionen zahlreiche Preise an Schweizer Jugendwettbewerben gewann, wurde ihr Werk „Das etwas andere Schlaraffenland“ von den 12 Cellisten der Berliner Philharmonikern in der Berliner Philharmonie aufgeführt. Es folgten weitere Aufträge u.a. vom Musikkollegium Winterthur (für ein Orchesterwerk sowie ein Streichquartett für das Winterthurer Streichquartett) und von Solisten des Chamber Orchestra of Europe.

IM KONZERT ZU HÖREN:

SONNTAG, 21. AUGUST 2022, 19.30 UHR

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