Tobias Moretti studierte zunächst Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Theaterausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München war er Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.

Seit Anfang der 90er Jahre war er zunehmend in Film und Fernsehen präsent, zuletzt in „Das Zeugenhaus“ (M.Geschonneck), „Berlin Eins“ (M. Kren), „Im Namen meines Sohnes“ (Damir Lukacevic), „Bad Banks“ (Christian Schwochow) und „Achterbahn“ (Wolfgang Murnberger). Zu den letzten Kinoproduktionen gehörte „Das finstere Tal“ (A.Prochaska), „Hirngespinster“ (C.Bach), „Das ewige Leben“ und „Luis Trenker“ (beide W.Murnberger), „Die Hölle“ (Stefan Ruzowitzky) und „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ (Joachim Lang).

Neben seiner Filmtätigkeit spielt Tobias Moretti weiter Theater, so 2001 die Titelrolle in Botho Strauß’ Uraufführung „Pancomedia“ (Schauspielhaus Bochum, Regie: M.Hartmann), bei den Salzburger Festspielen im „Jedermann“ Teufel / Guter Gesell (2002-2005) sowie die Titelrolle in Grillparzers „König Ottokar“ (M.Kusej) bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater. 2009–2012 war Moretti als „Faust“ (M.Hartmann) am Burgtheater zu sehen, 2011-2014 am Bayerischen Staatstheater als Friedrich Hofreiter in Schnitzlers „Das weite Land“ (M.Kusej) und seit 2012 im „Weibsteufel“ (M.Kusej). 2016 war er am Theater an der Wien in Brecht / Weills „Dreigroschenoper“ als „Macheath“ zu sehen und zu hören (Musik. Ltg.: Johannes Kalitzke, Regie: Keith Warner). Seit 2017 spielt er bei den Salzburger Festspielen den „Jedermann“ (Regie: Michael Sturminger). Seit 2018 ist er am Burgtheater / Akademietheater in Luc Percevals „Rosa oder die Barmherzige Erde“ (nach Dimitri Verhulst und William Shakespeare) als Desiré / Romeo zu sehen. 2009 inszenierte er am Theater an der Wien Haydns „Il mondo della luna“ (Dirigent: N.Harnoncourt). Mit Harnoncourt gab es 2005 bereits Mozarts „Zaide“ im Salzburger Festspielhaus und 2006 „La finta giardiniera“ am Opernhaus Zürich.

Moretti wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Grimme-Preis, mehrfach der Romy, ferner dem Gertrud-Eysoldt-Ring, dem Bayerischen Filmpreis dem Deutschen Filmpreis, dem Bambi und dem Großen Schauspielpreis der Diagonale. 2016 wurde er „Österreicher des Jahres“ in der Kategorie „Kulturerbe“.

 

 

IM KONZERT ZU HÖREN:

SONNTAG, 25. AUGUST 2019, 17.00 UHR

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